Riese – Radio Ö1 – 14.01.19

Eine Radiosendung von Ö1 / Radiokolleg – Thema “ADRENALIN” (beginnt nach 3 Minuten)
Interview u.a. mit Peter Riese

gesendet Montag 14.01.2019 um 9:05
https://oe1.orf.at/programm/20190114

 3 weitere Sendungen im Ö1, über das Thema “ADRENALIN”, folgen am:
15.01.2019 um 09:05 Uhr
16.01.2019 um 09:05 Uhr
17.01.2019 um 09:05 Uhr


Sendungsgestaltung von Johannes Gelich und moderiert von Barbara Gassner

Hypnogenetic – Vorträge 2019

Die Vorträge über Hypnogenetic verteilen sich auf drei Blöcke. Sie fallen unter der Überschrift “IM LABYRINTH DER MENTALKRÄFTE” und gliedern sich in:
Vortrag 1 “Im Labyrinth der Selbstheilungskräfte”,
Vortrag 2 “Im Labyrinth von Angst und Panik” und
Vortrag 3 “Im Labyrinth der Schöpfung von Gesundheit und Erfolg”

Die Termine und an welchem Ort sie stattfinden, erscheinen immer vorzeitig auf dem Kalender dieser Website.

Eine vorzeitige Anmeldung mit Platzreservierung ist empfehlenswert, da die Vorträge häufig ausgebucht sind.

Briefe an die Welt – Arachnophobie

ARACHNOPHOBIE
Wörter die es nicht geben sollte: KRIEG, HUNGER, KINDERSTERBLICHKEIT, ARMUT, BIENENSTICH, ARACHNAPHOBIE, UMWELTVERSCHMUTZUNG, ANGST, TODESSTRAFE, DIKTATUR, TERROR, VERBRECHEN, RASSISMUS, DISKRIMINIERUNG, … ARACHNOPHOBIE

Die reale Angst vor der unrealen Bedrohung. Um es vorwegzunehmen, ich möchte kein Referat über die Spinnenphobie schreiben sondern ein Veto für die Spinnen einlegen und was sie für uns Menschen bedeuten. Ich persönlich bin überzeugt davon, dass wir ohne Spinnen nicht existieren können. Aber kommen wir erst mal zur Phobie, woher sie stammt und was die kleinen Tierchen dazu beigetragen haben. Woher diese „übermächtigen“ Ängste vor Spinnen kommen, ist nicht so recht bekannt. Auch gehen diesen Ängsten keinerlei realen Bedrohungen voraus. Neueste Forschungen wollen nachgewiesen haben, dass die Wahrnehmung der Phobiker anders funktioniert als bei Nichtphobikern, zumindest im Bezug auf Spinnen. Die Phobiker nehmen die Größe der Spinne anders wahr, größer als sie in Wirklichkeit ist. Auch bleibt bei ihnen das Bild der Spinne, wie eingebrannt, wesentlich länger im Gehirn haften als andere Bild. Die Angst ist nicht übertrieben, sie hat einen Hintergrund. Das gleiche gilt natürlich auch bei Nichtphobikern die sich „nur“ vor den Achtbeinern ekeln. Auch dieser Ekel besitzt einen Ursprung, er wurde anerzogen. Kleinkinder haben ein ganz normales Verhältnis zu den Spinnen. Sie betrachten sie interessiert und spielen sogar mit ihnen. Sollte dabei ein Tier verletzt werden, dann beruht das nicht auf Ängste oder Ekel sondern nur auf die Unbeholfenheit des Kindes. Der Ekel stellt sich erst ein, wenn ein Erwachsener dem Kind beibringt, dass das Tier ekelhaft ist, möglicherweise erschreckt aufschreit und das Kind ängstlich wegzieht oder, zu allem Überfluss, das Tier tottritt. Warum sollten wir Spinnen lieben? Aus zwei extrem wichtigen Punkten. Der erste Grund ist, dass Spinnen uns zeigen wo etwas nicht in Ordnung ist. Wo etwas mit der Umwelt nicht stimmt. Sie sind ein Barometer der Biologie. Stimmt etwas nicht, glänzen sie durch Abwesenheit. Der zweite ist, dass sie für das ökologische Gleichgewicht sorgen. Spinnen fressen Insekten und sorgen so dafür, dass sie sich nicht endlos vermehren. Weltweit fressen die Spinnen täglich 40 Tonnen Insekten. Das bedeutet, dass die Spinnen seit dem Tag meiner Geburt insgesamt 840.000 Tonnen Insekten vertilgt haben. Das gibt uns dreierlei zu denken: 1. Alleine mit dem Wissen, wie leicht Insekten sind, kann nachvollzogen werden, welche unvorstellbare Masse an Tieren diese 840.000 Tonnen sind. 2. Wir haben mit den 840.000 Tonnen jetzt nur die Population aufgezählt die gefressen wurde. Wenn wir berechnen, wieviel Nachkommen jedes Insektenpärchen zeugt, wird uns bewusst, was die Spinnen für uns bedeuten. Ein Beispiel sind Mücken, die eine beliebte Nahrungsquelle für Spinnen bedeuten. Ein Weibchen legt zwischen 200 bis 300 Eier aus denen die Nachkommen schlüpfen. Nach der Eiablage, in jeder Art von Gewässer, entwickeln sich aus den Eiern in ein bis drei Tagen die Larven. Diese Nachkommen sind innerhalb von 14 Tagen voll ausgewachsen und schlüpfen. Das dauert 20 Minuten. Sie sind nach dem Schlüpf-Vorgang voll zeugungsfähig. Wären diese 840.000 Tonnen in den letzten 57 Jahren, so alt bin ich heute, nicht von den Spinnen gefressen worden, hätten wir heute, alleine durch die Nachkommen der Insekten andere Probleme als ab und zu einen Mückenstich. 3. Wie gerade beschrieben, ich bin erst 57 Jahre alt. Was wäre, wenn es die Spinnen schon in grauer Vorzeit gar nicht mehr gegeben hätte? Oder nur seit 1000 Jahren, statt der berechneten 57. In Wahrheit gibt es die Spinnen schon seit über 400 Millionen Jahren. 400.000.000 Jahre x 365 Tage x 40 Tonnen + exponentielle Population der Nachkommen Danke Natur für diese Spinnen Und der Mensch überlege, ob es nicht besser ist, eine Spinne die sich in der Wohnung verirrt hat, unbeschadet wieder der Natur zu übergeben als sie zu töten.

Briefe an die Welt – Bienenstich

BIENENSTICH
Wörter die es nicht geben sollte: KRIEG, HUNGER, KINDERSTERBLICHKEIT, ARMUT, BIENENSTICH, ARACHNAPHOBIE, UMWELTVERSCHMUTZUNG, ANGST, TODESSTRAFE, DIKTATUR, TERROR, VERBRECHEN, RASSISMUS, DISKRIMINIERUNG, … BIENENSTICH

Wenn Bienen stechen schmerzt es. Wer allergisch auf Bienenstiche reagiert kann daran sogar sterben. Das soweit worauf man aufpassen sollte! Wann stechen Bienen? Wenn sie sich angegriffen fühlen. Also sollte man sie nicht angreifen oder den Fehler machen und so tun als wolle man sie angreifen. Warum sollte es das Wort Bienenstich nicht geben? Weil es Biene und Stich assoziiert als wenn die beiden Wörter ohne einander nicht auskommen können. Selbst eine Kuchenspezialität wird schon Bienenstich genannt. Was erzeugt das Wort Bienenstich? Angst vor einem Stich oder Hunger auf ein Stück Kuchen, je nach Gemüt des Angesprochenen. Wollen wir hoffen, dass jeder an ein Stück Kuchen denkt und die gelbschwarzen Tierchen nicht sofort als Bedrohung empfindet und nach jeder Biene wie wild zu schlagen beginnt. Die Folge ist, dass die Biene sich angegriffen fühlt und sticht. Dabei wird sie in der Regel totgeschlagen. Wer hat schuld? Der hysterisch Schlagende natürlich, oder derjenige, der das Wort Bienenstich erfunden hat. So schmerzhaft der Stich auch ist, der Schmerz geht vorbei, die Biene bleibt tot. Wie schlimm ist eine tote Biene? Eine tote Biene könnten wir verkraften, aber das Bienensterben der letzten Jahre ist für die Menschheit eine Katastrophe. Auf den Honig könnten wir zur Not noch verzichten, aber wir dürfen nicht vergessen, dass die Bienen mit ihrer Bestäubung der Pflanzen einen unvorstellbaren Nutzwert liefern, der in dieser Form nicht ersetzbar ist. Die Biene ist das wichtigste landwirtschaftliche Nutztier das wir haben. Ohne sie würden mehr als die Hälfte der Nahrungsmittel wegfallen. Drei Viertel der weltweiten Pflanzenkulturen, die uns Menschen ernähren, sind von der Bestäubung der Bienen abhängig. In den letzten Jahren sterben immer mehr Bienenvölker. In China werden von Menschenhand die Blüten mit einem Pinsel bestäubt, weil wild lebende Bienenvölker schon völlig ausgestorben sind. Jedes Jahr gehen immer mehr Bienenvölker verloren und niemand kann deren Arbeit übernehmen. Die Folge weiteren Bienensterbens ist relativ einfach zu berechnen, die Nahrungsmittel werden teurer bis unerschwinglich. Ersatzstoffe aus den Chemielabors werden mit Geschmacksstoffen die Geschmackslücken schließen damit der Geschmack von frischem Obst und Gemüse nicht in Vergessenheit gerät. Der Wert frischer Ware wird dann mit Gold aufgewogen. Schuld an diesem Desaster scheinen nicht nur Milbenbefall zu sein sondern auch die Pestizide, die in der Landwirtschaft zur Anwendung kommen. Derzeit sind zwei dieser Pestizide für zwei Jahre vom Markt genommen worden. Laut Greenpeace sollten sieben vom Markt genommen werden. Das zu den Fakten. Denkt bitte daran wenn ihr mal wieder einen Bienenstich fürchtet, jedes Bienenleben zählt. Peter Riese