Briefe an die Welt – Bienenstich


BIENENSTICH
Wörter die es nicht geben sollte: KRIEG, HUNGER, KINDERSTERBLICHKEIT, ARMUT, BIENENSTICH, ARACHNAPHOBIE, UMWELTVERSCHMUTZUNG, ANGST, TODESSTRAFE, DIKTATUR, TERROR, VERBRECHEN, RASSISMUS, DISKRIMINIERUNG, … BIENENSTICH

Wenn Bienen stechen schmerzt es. Wer allergisch auf Bienenstiche reagiert kann daran sogar sterben. Das soweit worauf man aufpassen sollte! Wann stechen Bienen? Wenn sie sich angegriffen fühlen. Also sollte man sie nicht angreifen oder den Fehler machen und so tun als wolle man sie angreifen. Warum sollte es das Wort Bienenstich nicht geben? Weil es Biene und Stich assoziiert als wenn die beiden Wörter ohne einander nicht auskommen können. Selbst eine Kuchenspezialität wird schon Bienenstich genannt. Was erzeugt das Wort Bienenstich? Angst vor einem Stich oder Hunger auf ein Stück Kuchen, je nach Gemüt des Angesprochenen. Wollen wir hoffen, dass jeder an ein Stück Kuchen denkt und die gelbschwarzen Tierchen nicht sofort als Bedrohung empfindet und nach jeder Biene wie wild zu schlagen beginnt. Die Folge ist, dass die Biene sich angegriffen fühlt und sticht. Dabei wird sie in der Regel totgeschlagen. Wer hat schuld? Der hysterisch Schlagende natürlich, oder derjenige, der das Wort Bienenstich erfunden hat. So schmerzhaft der Stich auch ist, der Schmerz geht vorbei, die Biene bleibt tot. Wie schlimm ist eine tote Biene? Eine tote Biene könnten wir verkraften, aber das Bienensterben der letzten Jahre ist für die Menschheit eine Katastrophe. Auf den Honig könnten wir zur Not noch verzichten, aber wir dürfen nicht vergessen, dass die Bienen mit ihrer Bestäubung der Pflanzen einen unvorstellbaren Nutzwert liefern, der in dieser Form nicht ersetzbar ist. Die Biene ist das wichtigste landwirtschaftliche Nutztier das wir haben. Ohne sie würden mehr als die Hälfte der Nahrungsmittel wegfallen. Drei Viertel der weltweiten Pflanzenkulturen, die uns Menschen ernähren, sind von der Bestäubung der Bienen abhängig. In den letzten Jahren sterben immer mehr Bienenvölker. In China werden von Menschenhand die Blüten mit einem Pinsel bestäubt, weil wild lebende Bienenvölker schon völlig ausgestorben sind. Jedes Jahr gehen immer mehr Bienenvölker verloren und niemand kann deren Arbeit übernehmen. Die Folge weiteren Bienensterbens ist relativ einfach zu berechnen, die Nahrungsmittel werden teurer bis unerschwinglich. Ersatzstoffe aus den Chemielabors werden mit Geschmacksstoffen die Geschmackslücken schließen damit der Geschmack von frischem Obst und Gemüse nicht in Vergessenheit gerät. Der Wert frischer Ware wird dann mit Gold aufgewogen. Schuld an diesem Desaster scheinen nicht nur Milbenbefall zu sein sondern auch die Pestizide, die in der Landwirtschaft zur Anwendung kommen. Derzeit sind zwei dieser Pestizide für zwei Jahre vom Markt genommen worden. Laut Greenpeace sollten sieben vom Markt genommen werden. Das zu den Fakten. Denkt bitte daran wenn ihr mal wieder einen Bienenstich fürchtet, jedes Bienenleben zählt. Peter Riese

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